Logo Innsbruck informiert
Europaweiter Wissensaustausch: Innsbruck ist seit Dezember 2018 eine von 14 Universitätsstädten Europas im Netzwerk EUniverCities.
Europaweiter Wissensaustausch: Innsbruck ist seit Dezember 2018 eine von 14 Universitätsstädten Europas im Netzwerk EUniverCities.

Eine Stadt im Herzen Europas

47° 16' N, 11° 24' O: Diese Koordinaten beschreiben exakt Innsbrucks geografische Lage. Die Landeshauptstadt liegt damit eingebettet mitten in Europa und ist zudem in europaweiten Projekten und Netzwerken auf vielen Ebenen gut vernetzt.

Eines dieser europäischen Netzwerke auf Basis von Universitäten ist EUniverCities. Es verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Universitäten und Hochschulen auf lokaler Ebene zu verbessern. In dem 2012 gegründeten Netzwerk haben sich insgesamt 14 mittelgroße europäische Universitätsstädte mit dem Ziel zusammengeschlossen, die Kooperation zwischen Städten und Universitäten auf verschiedenen Ebenen zu verstärken. Als Mitglied vernetzt sich Innsbruck im Tandem Stadt-Universität künftig mit anderen Partnern wie etwa Parma (ITA), Trondheim (NOR), Lausanne (SUI) oder Innsbrucks dänischer
Partnerstadt Aalborg, um Herausforderungen europäischer Universitätsstädte besser ansprechen zu können.

Städte und Unis kooperieren

Im Dezember 2018 beschloss der Innsbrucker Gemeinderat den Beitritt zu diesem kooperativen Zusammenschluss von Städten und deren Universitäten. „In Innsbrucks langer Tradition als Europastadt war es immer wichtig, über die Grenzen hinauszuschauen. Ich bin sicher, dass durch den Erfahrungsaustausch alle Mitglieder der EUniverCities voneinander profitieren und dass Innsbruck sein Profil als Wissenschaftsstandort innerhalb Europas stärkt,“ betont die ressortzuständige  Vizebürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Die Mitgliedschaft wurde im Dezember mit der „Declaration of Membership“ von Bürgermeister Georg Willi und Uni-Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Tilmann Märk offiziell besiegelt. Die Landeshauptstadt Innsbruck übernimmt einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 1.750 Euro.

Bürgermeister Georg Willi (Mitte) und Rektor Tilmann Märk unterzeichneten im Beisein von Vizebürgermeisterin Christine
Oppitz-Plörer die Beitrittserklärung zum Netzwerk EUniverCities.
Bürgermeister Georg Willi (Mitte) und Rektor Tilmann Märk unterzeichneten im Beisein von Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer die Beitrittserklärung zum Netzwerk EUniverCities.

RGRE tagt 2020 in Innsbruck

Alle vier Jahre findet der Kongress der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) in einem der Mitgliedsländer statt. 2020 wird die Veranstaltung mit mehr als 1.000 TeilnehmerInnen in der Tiroler Landeshauptstadt abgehalten. Bereits 2006 war Innsbruck Gastgeberstadt und verzeichnete mit mehr als 1.400 TeilnehmerInnen eine der bisher erfolgreichsten Generalversammlungen in der Geschichte des RGRE. Er ist die wichtigste und älteste Vertretung für lokale und regionale  Gebietskörperschaften in Europa und repräsentiert mehr als 130.000 Städte, Gemeinden und Regionen in insgesamt 41 Ländern. Seit seiner Gründung 1951 setzt sich der Verbund für ein vereintes, friedliches und demokratisches Europa ein. Eine der Hauptaufgaben ist es, die EU-Gesetzgebung aktiv mitzugestalten und dabei die  Anliegen der Gemeinden und Regionen im Sinne einer kommunalen Selbstverwaltung zu vertreten. „2020 wird ein großer Teil der europäischen Kommunalpolitik nach Innsbruck blicken. Unsere Alpenstadt im Herzen Europas bietet die besten Voraussetzungen, um die Weichen für eine effektive, gemeinsame Arbeit für die kommenden Jahre neu zu stellen“, betont die Vizebürgermeisterin. „Als Sprachrohr der Gemeinden und Regionen hat der RGRE seit seiner Gründung einen unverzichtbaren Beitrag für ein vereintes und starkes Europa, vor allem aber für ein Europa der Bürgerinnen und Bürger geleistet.“

Eine starke Stimme in Europa

Seit Dezember 2016 ist Christine Oppitz-Plörer Vorsitzende des Finanzausschusses des RGRE. Sie gestaltet damit für drei Jahre als ranghöchste Vertreterin des österreichischen Städtebunds im Exekutivbüro und im Hauptausschuss die politischen Entscheidungen und die inhaltliche Ausrichtung des RGRE mit. Der Finanzausschuss ist maßgeblich für ein solides Finanzmanagement der Non-Profit-Organisation verantwortlich und wacht über ein jährliches Budget von rund zwei Millionen Euro. „Gerade die lokalen Regierungen stehen oft vor sehr ähnlichen Herausforderungen“, streicht Oppitz-Plörer die Vorteile der internationalen Vernetzung und des Austauschs auf dieser Ebene hervor. „Der RGRE gibt den Städten und Gemeinden eine starke Stimme in Europa.“ AS

Zahlen und Fakten des RGRE

  • 1951 gegründet
  • 60 Mitgliederverbände
  • vertritt 130.000 Städte und Gemeinden aus
  • 42 Ländern