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Landschaftsplaner Ricardo Leuschel (l.) und Gärtnermeister Robert Mair (2.v.l.) vom Amt für Grünanlagen kontrollieren die Arbeitsschritte der Lehrlinge bei der Arbeit an der Lehrbaustelle.
Landschaftsplaner Ricardo Leuschel (l.) und Gärtnermeister Robert Mair (2.v.l.) vom Amt für Grünanlagen kontrollieren die Arbeitsschritte der Lehrlinge bei der Arbeit an der Lehrbaustelle.

Start der Gartenbau-Lehrbaustelle

Sieben städtische Lehrlinge planen und gestalten ein Stück Grünfläche

Im Gewächshaus und auf den Freiflächen des städtischen Amtes für Grünanlagen in der Trientlgasse 13 wird gerade eine Lehrbaustelle eingerichtet. Sieben junge Menschen absolvieren derzeit dort eine Lehrausbildung beim Amt für Grünanlagen. Hier kann man den Lehrberuf Gartenbau-GärtnerIn sowie Garten- und GrünflächengestalterIn mit dem Schwerpunkt auf LandschaftsgärtnerIn erlernen.

„Sieben Lehrlinge bei den Grünanlagen ist eine schöne Zahl. Unsere Zielrichtung ist klar und eindeutig: Wir wollen noch mehr Lehrlinge ausbilden als bisher. Als ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb haben wir die Qualität, die junge Generation auf allerhöchstem Niveau auf ihren zukünftigen Beruf vorzubereiten. Derzeit stehen im Stadtmagistrat acht verschiedene Lehrberufe zur Verfügung, die den Jugendlichen neue Perspektiven eröffnen sollen“, betont Bürgermeister Georg Willi.

Die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl merkt an: „Ich freue mich, dass sieben Interessierte die Chance ergriffen haben, eine Lehre im Amt für Grünanlagen zu absolvieren. Die Ergebnisse der Lehrbaustellen in den vergangenen Jahren haben gezeigt, auf welch hohem Niveau die Ausbildung erfolgt. Die Begeisterung und Kreativität der Lehrlinge fasziniert mich dabei immer wieder aufs Neue.“

Anspruchsvolle Gestaltung
Unter der Aufsicht von Gärtnermeister und Lehrlingsausbildner Robert Mair und dem Landschaftsplaner Ricardo Leuschel, B. Eng., vom Amt für Grünanlagen werden die Lehrlinge in allen Belangen der Gartenbautechnik und -gestaltung unterrichtet.

„Mit der Lehrbaustelle für die Landschaftsgärtnerinnen und Landschaftsgärtner, die wir jetzt am Gelände der städtischen Gärtnerei einrichten, erlernen unsere Lehrlinge fachgerechten Gartenbau. Teamwork und Kreativität ist Voraussetzung für ein gutes Gelingen dieser anspruchsvollen Baustelle“, führt Robert Mair aus.

Wesentliche Elemente bei dieser neun Quadratmeter Fläche umfassenden Lehrbaustelle sind die theoretische Planung, die Umsetzung von Grünflächen anhand von Bauplänen, die richtige Verwendung von Bäumen und Hecken wie auch der fachgerechte Umgang mit Natur- und Betonsteinen. Sämtliche Arbeitsabläufe werden von den beiden Aufsichtspersonen kontrolliert und dokumentiert. Das Ergebnis der Lehrbaustelle wird im Sommer präsentiert.

Landschaftsgärtnerei als Lehrberuf
Die Lehrausbildung Landschaftsgärtnerei dauert drei Jahre und endet mit einer theoretischen und praktischen Lehrabschlussprüfung. Während der Ausbildung erlernen die Lehrlinge alle notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse. Dazu gehören unter anderem die Pflege und Wartung von Werkzeugen und Maschinen, das Durchführen von Pflanzenschutzmaßnahmen, Rasenbau und Rasenpflege, das Erlernen von Vermessungsarbeiten und das Zeichnen von Skizzen und Plänen wie auch der Umgang mit unterschiedlichsten Materialien wie etwa Holz, Stein, Metall und Kunststoff. Auch der Bau von Wegen, Mauern und Teichen wird in diesem Lehrberuf erlernt.

Das Amt für Grünanlagen
In Innsbruck gibt es rund 380 Schrebergärten, die in der Stadt verteilt sind und von HobbygärtnerInnen bewirtschaftet werden. 133 Hektar öffentliche Flächen werden von den MitarbeiterInnen des Amtes für Grünanlagen unter der Leitung von Ing. Thomas Klingler betreut. Rund 145 Beschäftigte, darunter sieben Lehrlinge, knapp 42 Saisonkräfte, acht Mitarbeiter aus der Aktion 20.000 und zehn AsylwerberInnen pflegen und verwalten die Grünflächen. (RK)