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Der Innsbrucker Domplatz zählt zu den Lieblingsorten von Stadträtin Uschi Schwarzl.
Der Innsbrucker Domplatz zählt zu den Lieblingsorten von Stadträtin Uschi Schwarzl.

„Mir wird eine konstruktive Ungeduld nachgesagt“

Umweltfreundliche Mobilität sowie ein vielfältiges Kulturangebot liegen Stadträtin Uschi Schwarzl besonders am Herzen. Mit welchem Arbeitsstil sie ihre Aufgaben der bevorstehenden Regierungsperiode bewältigen möchte, erklärt sie in einem Interview.

Welche Aufgaben werden Sie in der Stadtregierung übernehmen?

Ich werde versuchen, gemeinsam mit Bürgermeister Georg Willi die Lobby der Radfahrerinnen und -fahrer, der Fußgängerinnen und Fußgänger und jener zu sein, die auf umweltfreundliche Mobilität setzen. Ich setze mich für die große Vielfalt unserer Kulturszenen, für gute Arbeitsbedingungen und für intensiven Dialog ein.

Wie haben Sie die erste Zeit nach der Wahl und den Start in Ihr Amt erlebt?

Mich begeistert der Einblick in die langfristigen Planungen der Stadt und die Möglichkeit, mich früh einzubringen und eventuell Menschen an den Tisch zu holen, die von außen Wesentliches beitragen können. In der Verwaltung ist enorme Expertise und Innovationsgeist vorhanden, den wir stärken wollen.

Inwieweit hat das Wahlergebnis ihr Leben verändert?

Momentan dominiert die Arbeit mein Leben mehr als bisher. Ich möchte schnell vom Verstehen ins Tun kommen und die ersten für die Menschen in Innsbruck sicht- und spürbaren Projekte umsetzen. Ich schau mir am liebsten vor Ort an, wie wir z. B. Radfahrerinnen und -fahrer und Fußgängerinnen und Fußgänger mehr Platz verschaffen können.

Mit welchen Themen werden Sie sich intensiv beschäftigen?

Der größte Vorsatz – mehr Radwege – stand auf den Wahlplakaten. Ich glaube über die konkreten Projekte in Innsbruck hinaus, dass die Städte in Bezug auf Klimawandel und Energiewende eine Vorreiterrolle haben. Wenn wir die drängendsten ökologischen Zukunftsfragen in den Städten nicht lösen können, dann wird es anderswo erst recht nicht gelingen.

Gibt es Projekte, die Ihnen besonders am Herzen liegen?

Ich möchte, dass das neue Haus der Musik Innsbruck nicht nur eine offene Kultureinrichtung, sondern mit der Begegnungszone auch stadtplanerisches Experimentierfeld wird, dass die neue Stadtbibliothek zu einem Magneten der Kommunikation wird und dass wir Straßenräume für die Menschen und die Wirtschaft gut gestalten.

Mit welchen Eigenschaften bereichern Sie persönlich die zukünftige Regierungsarbeit?

Mir wird eine konstruktive Ungeduld nachgesagt: Ich möchte gerne, dass was weitergeht.

Wie würden Sie Ihren ganz persönlichen Arbeitsstil beschreiben?

Ich kombiniere ein großes Verantwortungsgefühl mit hohem Aufwand und das mache ich mit großer Freude.

Was macht Innsbruck lebenswert?

Innsbruck kombiniert städtische Komponenten wie eine große und vielseitige Kulturszene mit einem Naherholungsraum, den man in kaum einer anderen Stadt in der Qualität finden kann.

Was läuft bisher ganz gut in der Stadt?

Von unserem öffentlichen Verkehr können vergleichbare Städte nur träumen. Und auch wenn über Parkgebühren gejammert wird: Der Vergleich macht sicher, dass wir rechtzeitig mit dem Ausbau leistungsstarker Öffis und mit Ticket-Anreizen begonnen haben. Der Platz in einer Stadt in den Bergen ist begrenzt und wir haben hier in den letzten Jahren die Weichen sprichwörtlich und auch mit der Regionalbahn physisch gut gestellt.

Und ein Blick in die Zukunft: Wie soll Innsbruck in sechs Jahren aussehen?

Ich möchte, dass Alt und Jung und Groß und Klein die Angebote der IVB nutzen und dass Innsbruck Radhauptstadt Österreichs wird. Und ich wünsche mir, dass Innsbruck seinen Charakter als weltoffenes Zentrum für Kultur und Wissenschaft behält.

Zum Abschluss noch eine ganz wichtige Frage: Wie können die BürgerInnen mit Ihnen zukünftig in Kontakt kommen?

Ich schau mir Dinge am liebsten vor Ort an und ich bin jederzeit unter ursula.schwarzl@magibk.at erreichbar.