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Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (r.) und Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr (l.) gratulierten den beiden Stipendiatinnen Elisabeth R. Hager (2. v. l.) und Angelika Rainer.
Kulturstadträtin Uschi Schwarzl (r.) und Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr (l.) gratulierten den beiden Stipendiatinnen Elisabeth R. Hager (2. v. l.) und Angelika Rainer.

Hilde Zach-Literaturstipendien 2018 vergeben

Zwei junge Autorinnen ausgezeichnet

Bereits seit zehn Jahren vergibt die Stadt Innsbruck alljährlich die Hilde Zach-Literaturstipendien. In diesem Jahr gehen diese – ein Haupt- und ein Förderstipendium – an die beiden Autorinnen Elisabeth R. Hager und Angelika Rainer.

„Es gibt aktuell keinen passenderen Ort für die Vergabe der Literaturstipendien als die neue Stadtbibliothek“, erklärte Kulturstadträtin Mag.a Uschi Schwarzl am Abend der Verleihung. „Es freut mich, die diesjährigen Stipendien an zwei junge Tiroler Autorinnen überreichen zu dürfen. Ich hoffe, dass diese ihnen eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Literatur ermöglichen“, führte sie weiter aus.

Fachjury entscheidet

Wer die Fördergelder – das Hauptstipendium ist mit 7.000 Euro dotiert, das Förderstipendium mit 3.000 Euro – bekommt, wird von einer Fachjury entschieden. 2018 Jahr bestand diese aus der Ö1-Kunstjournalistin Dr.in Kristina Pfoser, Mag.a Dr.in Christine Riccabona vom Forschungsinstitut Brenner-Archiv sowie dem Germanisten, Autoren und Literaturkritiker Dr. Christian Josef Schacherreiter. „Der Text von Hauptstipendiatin Elisabeth R. Hager zeigt handwerkliche Professionalität und ist formal überzeugend. Mit ihrem Werk ,5 Tage im Mai‘ nimmt sie die Leserinnen und Leser mit auf eine Zeitreise in die österreichische Provinz der 80er Jahre“, sind sich die Jurymitglieder einig. Auch für Angelika Rainers Einreichung „See’len“ finden sie lobende Worte: „Ihre poetischen Texte mit klaren, stimmigen Bildern eröffnen überraschende Assoziationsräume – ein Thema mit Variationen.“

Zu den Stipendiatinnen

Elisabeth R. Hager wurde 1981 in St. Johann in Tirol geboren. Sie lebt als Autorin und Klangkünstlerin in Tirol und Berlin. Nach ihrem Studium der Komparatistik, Germanistik und christlicher Philosophie an der Universität Innsbruck absolvierte sie im Anschluss ein Studium der Angewandten Literaturwissenschaft an der FU Berlin. Ihr Debutroman „Kometen“ erschien 2012 im Wiener Milena Verlag. „5 Tage im Mai“, jener Roman, der für das Hilde Zach-Literaturstipendium eingereicht wurde, erscheint im kommenden Jahr bei Klett-Cotta.

Angelika Rainer studierte ebenfalls an der Universität Innsbruck. Die studierte Sozialarbeiterin wurde 1971 in Lienz in Osttirol geboren. Die Mutter von zwei Kindern ist nicht nur Literatin sondern auch Musikerin bei der „Musicbanda Franui“. 2008 wurde ihr Debutwerk „Luciferin“, das im Haymon-Verlag erschien, veröffentlicht – so wie 2018 die für das Stipendium eingereichten Texte „See’len“. (DH)

Bisherige StipendiatInnen

2017    Ann-Kathrin Ast

Martin Fritz (Förderstipendium)

2016    Carolina Schutti

Isabella Krainer (Förderstipendium)

2015    Händl Klaus

      Robert Prosser (Förderstipendium)

2014    Bernhard Kathan

Ursula Scheidle (Förderstipendium)

2013    Irene Prugger

Hans Platzgumer (Förderstipendium)

2012    Helmut Schiestl

Stefan Abermann (Förderstipendium)

2011    Christoph W. Bauer

Martin Fritz (Förderstipendium)

2010    Heinz D. Heisl

Carolina Schutti (Förderstipendium)

2009    Alois Hotschnig

Markus Köhle (Förderstipendium)

2008    Barbara Hundegger

Kerstin I. Mayr (Förderstipendium)