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Der Gender-Mainstreaming Bericht 2017 wurde dem Stadtsenat vorgelegt.
Der Gender-Mainstreaming Bericht 2017 wurde dem Stadtsenat vorgelegt.

Ein Schritt auf dem Weg zur gleichberechtigen Stadt

Gender-Mainstreaming Bericht 2017 findet Anklang im Stadtsenat

Seit 2004 wird dem Stadtsenat jährlich ein Bericht zur laufenden Gender-Mainstreaming-Arbeit vorgelegt. Dieser beinhaltet Stellungnahmen aus den unterschiedlichen Magistratsabteilungen über die geleistete Arbeit und zukünftige Verbesserungspotentiale auf diesem Gebiet.

Gender-Mainstreaming – das klingt zunächst nach einem komplizierten Begriff beschreibt aber einen einleuchtenden Ansatz in der Gleichstellungsarbeit: Anstatt nur die rechtliche Gleichberechtigung von Frau und Mann im Blick zu behalten, bezieht Gender-Mainstreaming die geschlechtsspezifische Sichtweise von vornherein in alle Aufgabenfelder von Verwaltung und Politik mit ein und kann somit diese Anliegen bereits von Anfang an mitberücksichtigen.

„Ich sehe im Gender-Mainstreaming Bericht der Stadt Innsbruck ein wichtiges Zeichen in Richtung Chancengleichheit der Geschlechter. Das Ziel muss vorrausschauendes Arbeiten sein, welches bereits in der Entstehungsphase von Projekten Gleichberechtigung mitbedenkt – Prävention statt Reparaturarbeit ist hierzu das Gebot der Stunde. Besonderes Potential sehe ich in der Gleichstellungsarbeit hierfür vor allem im sogenannten Gender-Budgeting“, betont Bürgermeister Georg Willi.

Gender-Budgeting ist eine Strategie des Gender-Mainstreamings und bedeutet, dass die öffentlichen Budgets von Bund, Ländern und Gemeinden auf ihre Auswirkungen auf Frauen und Männer untersucht und bei Bedarf entsprechend den Gleichstellungszielen angepasst werden.

Vorzeigeprojekte der Stadt

In der Stadt Innsbruck wird bereits in verschiedenen Bereichen mit den neuen Ansätzen gearbeitet. Der diesjährige Gender-Mainstream Bericht setzt sich dabei speziell mit den Themen Kinderbetreuung und Sportförderung bzw. Bereitstellung von Sportanlagen auseinander. Unter anderem wurde zum Beispiel die Arbeit des Kletterzentrums Innsbruck auf die Gleichstellung der Geschlechter hin untersucht und positive Bilanz gezogen. „Gleichberechtigung ist im Sport leider noch keine Selbstverständlichkeit, weswegen wir kontinuierlich daran arbeiten, mit den städtischen Angeboten sowohl Frauen als auch Männer zu erreichen. Umso mehr freut es mich, dass sich in der Datenauswertung des diesjährigen Gender-Mainstreaming Berichts eine 50:50 Nutzung des Kletterzentrums Innsbruck von weiblichen und männlichen Kletterbegeisterten abzeichnet“, zeigt sich Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr mit dem Bericht zufrieden. (HS)