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Wo überall Innsbruck ,drinsteckt‘: Bürgermeister Georg Willi, Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Stadträtin Elisabeth Mayr präsentierten gemeinsam mit Finanzdirektor Armin Tschurtschenthaler (li.) und Abteilungsleiter-StV Johannes Verdross (re.) den städtischen Beteiligungsbericht 2018.
Wo überall Innsbruck ,drinsteckt‘: Bürgermeister Georg Willi, Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Stadträtin Elisabeth Mayr präsentierten gemeinsam mit Finanzdirektor Armin Tschurtschenthaler (li.) und Abteilungsleiter-StV Johannes Verdross (re.) den städtischen Beteiligungsbericht 2018.

Beteiligungsbericht 2018: Die Stadt als Wirtschaftsbetrieb

Über 300 Millionen Euro wurden 2017 über die Beteiligungen investiert

Die Stadt Innsbruck ist an 28 Gesellschaften beteiligt. Dadurch ist sie nicht nur in der öffentlichen Verwaltung tätig, sondern spielt auch in der regionalen Wirtschaft eine wichtige Rolle. Jedes Jahr gibt der Beteiligungsbericht einen kompakten Überblick über die Abschlüsse aller Tochtergesellschaften – jener mit den Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2017 liegt nun vor. Die gesamte Stadtregierung rund um Bürgermeister Georg Willi, Finanzdirektor MMag. Armin Tschurtschenthaler sowie Abteilungsleiterstellvertreter Mag. Johannes Verdross (Allgemeine Finanzverwaltung und Beteiligungen) präsentierten diesen im Rahmen einer Pressekonferenz.

„Die Stadt Innsbruck mit ihren verschiedenen Tochtergesellschaften bildet ein oft unsichtbares wirtschaftliches Rückgrat der Stadt. Wo überall Innsbruck ,drinsteckt‘, wird oftmals vergessen – der vorliegende Bericht ist eine gute Erinnerung“, erklärt Bürgermeister Georg Willi und geht gleich auf einen Vorteil des diesjährigen Berichts ein: „Der Beteiligungsbericht 2018 erscheint heuer noch lesefreundlicher als bisher: Den einzelnen Jahresabschlüssen der Beteiligungsunternehmen wurde jeweils ein kurzer Lagebericht vorangestellt, der einen raschen Überblick über die Tätigkeiten und einen Einblick in die aktuelle Situation und künftige Einschätzung der Gesellschaften ermöglicht.“

Erstellt wird der Bericht jedes Jahr von der Magistratsabteilung IV, Finanz-, Wirtschafts- und Beteiligungsverwaltung. Abteilungsleiter und Finanzdirektor Tschurtschenthaler erklärt: „Der Bericht liefert einen guten Gesamtüberblick über die direkten Kapitalbeteiligungen der Stadt. Transparenz ist besonders im Zusammenhang mit Finanzen enorm wichtig. Der vorliegende Bericht ist ein unverzichtbares Instrument dafür.“

Rekordwert bei Jahresergebnissen

In Summe haben die Beteiligungsunternehmen 2017 insgesamt Umsätze in der Höhe von knapp 600 Millionen Euro erwirtschaftet. Das ist eine Steigerung von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Summe der Anlagevermögen ist gewachsen: Mit knapp drei Millionen Euro ist hier ein Gesamtplus von drei Prozent zu verzeichnen. „Besonders erfreulich ist die Summe der Jahresergebnisse. Mit einem Plus von 22 Millionen Euro erreichten diese einen Rekordwert. Die vorliegenden Zahlen sind ein Beleg dafür, dass die Stadt mit ihren Beteiligungsunternehmen ein zentraler Wirtschaftsfaktor ist“, erklärt Willi.

Unternehmen in allen Ressorts tätig

Die Bandbreite der Aufgabenfelder, in denen die städtischen Tochtergesellschaften operieren, ist groß. Grob lassen sich die Unternehmen in folgende Kategorien einteilen: „Versorger, Technik“, „Verkehr“, „Sport-und Veranstaltungszentren, Wirtschaft“, „Immobilien Wohnungswesen, Bauwirtschaft“, „Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur“ sowie „Sonstige Beteiligungen“. In diese Kategorie fallen jene Beteiligungen, an denen die Stadt Innsbruck mit weniger als zwei Prozent beteiligt ist.

„Die Stadt Innsbruck ist ein wichtiger Wirtschaftsmotor. 2017 wurden mehr als 303 Millionen Euro über die unterschiedlichen Gesellschaften investiert. Diese Investitionen in die Wirtschaft sind zugleich auch Investitionen in die Lebensqualität unserer Stadt“, erklärt die für das Wirtschaftsressort zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Innsbrucker Soziale Dienste GmbH (ISD) ist eng mit dem Sozial-Ressort von Vizebürgermeister Franz X. Gruber verbunden. Er zeigt sich über die vorliegenden Zahlen ebenfalls erfreut: „Im Bereich Soziales gibt es mit den ISD eine städtische Beteiligung, die sich als kompetente Partnerin um die Innsbruckerinnen und Innsbrucker vom Kindes- bis ins hohe Alter kümmert. Außerdem ist die ISD mit mehr als 1.200 Bediensteten einer der größten Arbeitgeber überhaupt in Innsbruck.“

Die für Mobilität zuständige Stadträtin Mag.a Uschi Schwarzl wirft ein besonderes Augenmerk auf die Ergebnisse der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaitalbahn GmbH (IVB): „Die IVB bewegen als Verkehrskoordinator unsere Stadt. Insgesamt wurden für den Stadtlinienverkehr und auf der Stubaitalbahn im Jahr 2017 mehr als 6,8 Millionen Kilometer und rund 483.000 Stunden Fahrleistungen geplant bzw. koordiniert. Die IVB haben in den vergangenen Jahren jedes Jahr mit einer deutlichen Steigerung bei den verkauften Jahreskarten Erfolg. Das Großprojekt rund um die beiden neuen Straßenbahnlinien beschäftigt die IVB bereits seit mehreren Jahren. Zahlreiche wichtige Knotenpunkte wurden 2017 dafür erfolgreich umgesetzt.“ Seit Anfang des Jahres ist das Projekt des Ausbaus der Schieneninfrastruktur in den Ausbaustufen vom Olympischen Dorf bis zur Technik fertiggestellt.

44 Prozent Frauen

Der Beteiligungsbericht wirft nicht nur einen Blick auf die Zahlen der Beteiligungen: Auch die Geschlechterverteilung wird behandelt. „Dieses Thema ist für uns immer präsent und von großer Bedeutung. Sowohl im Magistrat als auch in den Tochtergesellschaften streben wir möglichst ausgeglichene Geschlechterverhältnisse an“, erklärt die ressortzuständige Stadträtin Mag.a Elisabeth Mayr. 2017 waren in den städtischen Beteiligungen 56 Prozent der 3.731 Bediensteten männlich, 44 Prozent weiblich. „Bei den Aufsichtsräten zeigt sich hier leider noch ein etwas anderes Bild: 70 Prozent der Mitglieder waren männlich. Hier streben wir eine klare Steigerung der mit Frauen besetzten Positionen an“, so Stadträtin Mayr.

Der Bericht steht als PDF zum Download auf www.innsbruck.gv.at bereit.