Inn-Sill-Hochwasserschutz

Inn-Sill-Hochwasserschutz

Radwegverbindung zur Ing.-Etzel-Straße wird realisiert

13.08.2012 (CM)

Das Hochwasserschutz-Projekt an Inn und Sill hat seine letzte Bauphase erreicht: Der Hochwasserschutz am Inn zwischen Bahnviadukt und Tiflis-Brücke/Sillmündung wird fertiggestellt, eine Rad- und Fußwegverbindung zur und weiterführend in der Ing.-Etzel-Straße errichtet sowie ein völlig neuartiges Beleuchtungssystem im Bereich Tiflis-Brücke und Mühlauer ÖBB-Brücke installiert.
Die für Tiefbau und Umwelt zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und Grünraumstadtrat Mag. Gerhard Fritz stellten gemeinsam mit Ing. Gerhard Dendl (Inn-Sill-Koordinator), DI Dr. Walter Zimmeter (Amtsvorstand Tiefbau), Karl Gstrein (Referent Grünanlagen – Planung und Bau) sowie DI Roland Tiwald (IKB) und Christian Schreiner (Baubezirksamt Innsbruck) am 13. August vor Ort die Bauarbeiten vor, die Ende Oktober 2012 abgeschlossen werden.

„Es freut mich sehr, dass bei diesem Projekt durch die enge Zusammenarbeit verschiedener Dienststellen der Stadt Innsbruck, des Landes Tirol und des Bundes ein optimales Ergebnis erzielt werden konnte“, betonte Vizebürgermeisterin Pitscheider. „Das Gesamtprojekt Sillmündung wird schon sehr gut von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen und durch die Verlängerung des Radweges wird dieser Naherholungsraum noch besser erschlossen.“

„Auch wenn gerade in der Frühphase eines derartigen Projektes eine enge, dienststellenübergreifende Kooperation einen zusätzlichen Mehraufwand bedeutet, so sieht man am Ende doch, dass es sich gelohnt hat“, freut sich auch Stadtrat Fritz über die gute Zusammenarbeit, gerade mit der IKB sowie der TIGAS. „Für die Bürgerinnen und Bürger ist es ein klarer Vorteil, dass diese Lücke im Radwegenetz entlang des Inns und der Sill endlich geschlossen wird und gleichzeitig der Grünraum nicht zu kurz kommt“, so Fritz.

Abschluss des Hochwasserschutzes
Mit der Herstellung des Hochwasserschutzes zwischen Sillmündung und ÖBB-Brücke wird der letzte Abschnitt des Gesamtprojektes „Inn-Sill-Hochwasserschutz“, das seit Jänner 2009 realisiert wird, umgesetzt und der Hochwasserschutz zwischen ÖBB-Brücke und Grenobler Brücke (inklusive Sillmündung) endgültig fertiggestellt.
Der bestehende Damm wird um bis zu 50 Zentimeter erhöht. Rund 600 Kubikmeter Material werden verbaut. So wird auch in diesem Abschnitt die Hochwassersicherheit bei einem 100-jährigen Ereignis gewährleistet sein.
Diese Hochwasserschutz-Maßnahmen werden durch Bund und Land Tirol mitfinanziert.

Durchgehende Radverbindung
Die Errichtung der Rad- und Fußwegverbindung zwischen der Sillmündung und der Ing.-Etzel-Straße schließt eine wichtige Lücke im Inntal-Radwegenetz innerhalb des Stadtgebietes. Zudem entsteht ein durchgehender Radweg zwischen den Stadtteilen Saggen und Reichenau.

Auf einer Länge von ca. 120 Metern wird zwischen der Tiflis-Brücke, die im Vorjahr eröffnet wurde, und der nördlich befindlichen Ing.-Etzel-Straße ein getrennter Rad- und Fußweg (jeweils mit einer Breite von 2,50 Metern) errichtet. Aufgrund der beengten Platzsituation verlaufen diese Wege vom Bahnviadukt bis zur Sillmündung auf dem Hochwasserdamm entlang des Inns – aus Sicherheitsgründen wird entlang der Böschungskante ein Metallgeländer mit Handlauf installiert. Eine 50 Zentimeter breite gepflasterte Entwässerungsmulde dient schließlich zur Beseitigung des Oberflächenwassers. Ein kleiner Aufenthaltsbereich mit Sitzbänken und Fahrradabstellmöglichkeiten wird östlich des Bahnviaduktbogens zur kurzen Rast und Entspannung einladen.

In der Ing.-Etzel-Straße selbst wird der Rad- und Fußweg als 3,5 Meter breite gemischte Wegverbindung auf einer Länge von ca. 150 Metern weitergeführt, bis zum Zugang des Heimes St. Raphael. Ein 75 Zentimeter breiter Grünstreifen (Heckenpflanzungen sind vorgesehen) und eine ebenso breite Entwässerungsmulde werden den kombinierten Rad- und Fußweg von der Straße abtrennen. Die bestehende Fahrbahn wird saniert, bleibt aber in ihrer ursprünglichen Breite erhalten.
Die Bauarbeiten haben am 30. Juli 2012 begonnen und werden voraussichtlich bis Ende Oktober 2012 abgeschlossen sein.
Die Arbeiten an den Rad- und Fußwegverbindungen zwischen Tiflis-Brücke und dem Heim St. Raphael werden gemeinsam mit den erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen der IKB AG durchgeführt.

Innovatives Beleuchtungskonzept der IKB
Im Zuge der Errichtung des neuen Rad- und Fußweges im Bereich der Tiflis-Bücke und der Mühlauer ÖBB-Brücke wird seitens der IKB ein besonders zukunftsträchtiges Beleuchtungskonzept umgesetzt. Dieses beweist eindrucksvoll, dass Energieeffizienz und eine Reduzierung der Lichtverschmutzung mit größtmöglicher Sicherheit im Straßenverkehr in Einklang gebracht werden können.
Mit Hilfe von Sensoren und drahtloser Kommunikation detektiert jede der fünf vorgesehenen Straßenlaternen sich nähernde FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Die Beleuchtung wird dementsprechend sowohl vor als auch hinter dem Passanten auf volle Beleuchtungsstärke erhöht und nach dem Passieren wieder automatisch gedimmt. Durch diese intelligente Aufnahme von Umgebungsdaten lassen sich bei gleich bleibender Sicherheit auf der Straße Energieeinsparungen von bis zu 80 Prozent erzielen.
Dieses Beleuchtungssystem steht im Einklang mit den Zielen der IKB, entsprechend dem aktuellen Stand der Technik ein langfristiges wirtschaftliches und technisches Optimum zu realisieren.

Etwa 70 Prozent der Leuchten in Innsbrucks Straßen- und Wegenetz werden mittlerweile mit energiesparenden, qualitativ hochwertigen Lampen betrieben. Seit 2003 konnte so – trotz laufender Erweiterung der Schutzwegoffensive – der Energieverbrauch um etwa 30 Prozent gesenkt werden. In Zukunft wird die Umstellung auf LED-Technologie weiteres Einsparungspotenzial mit sich bringen.
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