Innsbrucks Schilderwald wird ausgedünnt

Zum Auftakt „verschwinden“ 302 Verkehrszeichen

18.07.2012 (LB)

Rund 20.000 Verkehrszeichen, Baken und Wegweiser säumen derzeit Innsbrucks Straßen. Nun wird die Verkehrsbehörde diesen Schilderwald deutlich verringern. „Weniger ist hier ganz sicher mehr“, erklärte die für Mobilität ressortzuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider beim Start der Aktion in der König-Laurin-Straße: „Denn dann steigt die Aufmerksamkeit für die verbleibenden Zeichen“.

Als Erstes werden jene 302 Tafeln abmontiert, deren Inhalt bereits von Gesetzes wegen gilt: Das Vorbeifahren auf der rechten Seite von Schutzinseln schreibt die Straßenverkehrsordnung vor, weshalb eine Beschilderung nicht nötig ist, solange keine Ausnahme verfügt werden soll, wie etwa für den Linienbus bei einer Haltestellen-Insel.

„Shared Space“ für mehr Sicherheit
Möglichst ganz ohne Schilder, Ampeln und Bodenmarkierungen auskommen sollen die künftig nach Straßenumbauten vorgesehenen Begegnungszonen, auch als „Shared Space“ bekannt. Verkehrsbehörden-Leiter Dr. Tomas Joos erwartet dabei keine Probleme: „Auch ohne Tafeln und dergleichen gelten ja Verkehrsvorschriften wie die Vorrangregeln oder die Gebote rechts zu fahren und Kreuzungsbereiche frei zu halten.“

Wie Erfahrungen in anderen Städten zeigen, bewirken Begegnungszonen häufigere Blickkontakte, geringere Fahrgeschwindigkeiten und deutlich weniger Konflikte und Unfälle. „Diese Art der Selbstregulierung soll daher bei der künftigen Straßengestaltung wie am Kaiserschützenplatz oder in Anpruggen, also Mariahilf und St. Nikolaus die Zielvorgabe sein“, so Vizebürgermeisterin Pitscheider.
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