Umweltpreis der Stadt Innsbruck

Innovative Umwelt-Projekte ausgezeichnet.

06.07.2012 (RE)

(RMS) Ein energiesparend saniertes Wohnheim, die einfache Nutzung der Sonnenenergie in Innsbruck und die schmackhafte Vermeidung von Lebensmitteln im Müll: Das sind die drei Projekte, die am 5. Juli mit dem „Umweltpreis der Stadt Innsbruck 2011“ ausgezeichnet wurden. Die Verleihung wurde passend bei einem der drei Preisträger im Wohnheim Hötting gefeiert. Im Anschluss an die Feier zauberte Preisträger Franz Metzler aus seiner „Restl-Küche“ ein sommerliches Buffet.

„Heute werden Vorbilder vor den Vorhang geholt, damit Gutes nachgeahmt wird“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer bei der Preisverleihung. Umweltausschuss-Obfrau Gemeinderätin Mag.a Uschi Schwarzl appellierte, den Fokus mehr auf Umweltthemen zu richten: „Wir brauchen nicht nur einen Eurorettungsschirm, sondern unsere Welt braucht noch viel mehr einen Umweltrettungsschirm.“ Und dazu würde jede Initiative, und sei sie noch so klein, ihren Beitrag leisten.

Umweltpreis der Stadt Innsbruck
Seit 1989 wird der „Umweltpreis der Stadt Innsbruck“ jährlich für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes verliehen. Zur Teilnahme eingeladen sind Einzelpersonen, Personengruppen, Gewerbe- und Industriebetriebe, Institutionen und Organisationen.


Die Gewinner 2011
Für den Umweltpreis 2011 wurden vor allem Projekte im Energiebereich (Steigerung der Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien, neueste Energietechnologien oder energetisches Bauen und Modernisieren) gesucht. Die Projekte wurden in drei Kategorien unterteilt:

Kategorie Institution
Innsbrucker Immobilien GmbH (IIG), vertreten durch Geschäftsführer Dr. Franz Danler, für das Projekt „Sanierung Wohnheim Hötting – Haus C“ aus dem Themenbereich Energieeffizienz

Kurzbeschreibung: Im Jahr 2011 wurde das 1968 erbaute Wohnheim Hötting generalsaniert. Im Rahmen der Sanierung wurden alle 36 Zimmer, sämtliche Elektro- und Sanitärinstallationen sowie Personen- und Bettaufzug erneuert und Erker an der Südfassade angebracht. Das Dach sowie die gesamte Fassade wurden nach dem neuesten Stand der Technik thermisch saniert. Durch diese umfangreichen Maßnahmen kann jährlich eine Energieeinsparung von rund 95.000 kWh erzielt werden, was einer Reduktion von 82% entspricht.
Dieses Projekt der IIG ist ein zukunftsweisendes Beispiel für ökologisches Bauen und damit eines der „Leuchtturmprojekte“ des Innsbrucker Energieentwicklungsplans.
Für die Generalsanierung des Wohnheims Hötting erhielt die IIG bereits den Tiroler Sanierungspreis 2011 in der Kategorie „Mehrfamilienhaus“.

Kategorie Persönliches Engagement
Emo Rettmeyer für das Projekt „Nutzung der Sonnenenergie in Innsbruck mit einfachen Mitteln“ aus dem Themenbereich Energieeffizienz

Kurzbeschreibung: Emo Rettmeyer lebt bereits seit 25 Jahren nach dem Motto „jeder kann im kleinen Rahmen etwas erreichen“. Mit viel Kreativität und innovativen Ideen nutzt er den natürlichen Energieträger Sonne. Beispielsweise verwendet er einen Klapptisch mit reflektierender Windschutzscheibenfolie, den er vor dem Fenster platziert, tagsüber als Reflektor und nachts hochgeklappt als Fensterisolierung, womit er messbar ca. 1/3 an Strahlungswärme im Raum gewinnt. In einem weiteren Projekt verwendet Herr Rettmeyer künstlerisch gestaltete Solarabsorber, die tagsüber beispielsweise in Wintergärten oder hinter Glasfassaden aufgeheizt werden und abends im Wohnzimmer als natürlicher Ofen dienen. Ein besonders kreatives Projekt sind Rettmeyers Südfensterkulissen als Sonnenkollektoren und Frischluftvorwärmer – besonders geeignet als Blumen- oder Küchenkräuterplatz - , die besonders bei Altbauten sehr effektiv sind.

Kategorie Bewusstseinsbildung
Franz Metzler, für das Projekt zur „Vermeidung von Lebensmitteln im Müll“ aus dem Themenbereich Abfallbereich und Umwelterziehung

Kurzbeschreibungen: Jedes Jahr werden in Tirol über 10.000 Tonnen essbare Lebensmittel entsorgt. Mit tirolweiten Kochkursen, Kampagnen und Projekten hat Franz Metzler es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Verschwendung entgegenzuwirken. In seinen Kochkursen geht es um einen sinnvollen und gezielten Umgang mit Nahrungsmitteln, angefangen von strukturiertem Einkaufen über wirtschaftliches und kreatives Kochen bis hin zur restlosen Verarbeitung und Verwertung der Produkte. Mit seiner Kampagne „Lebensmittel sind kostbar“ war der pensionierte Küchenchef für die ATM tirolweit in Einkaufszentren unterwegs und hat Kunden zu diesem Thema beraten. Erst kürzlich war Franz Metzler im Rahmen des städtischen Umwelt-Bildungsprogramms „Abfallberatung macht Schule“ zu Gast in der Neuen Mittelschule Gabelsbergerstraße.

Zur Preisverleihung gekommen waren: Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, sowie die Umweltausschuss-Mitglieder Obfrau GRin Uschi Schwarzl, GR Christoph Appler, GR Thomas Carli, GRin Marcela Duftner StR Ernst Pechlaner und GR Helmut Buchacher, Wohnheim Hötting-Leiter Ralf Außerladscheider sowie MitarbeiterInnen des Referats Umwelttechnik und Abfallwirtschaft, die unter Federführung von Christine Schermer die Preisverleihung organisierten.
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