Restlkochen für die Umwelt

Restlkochen für die Umwelt

Projekt „Abfallberatung macht Schule“ in der NMS Gabelsbergerstraße

04.07.2012 (AA)

Würde man alle Lebensmittel die in Tirol in einem Monat weggeworfen werden, in Körben auf der Autobahn aufstellen, so würde diese Schlange von Innsbruck bis nach Wörgl reichen. Mit diesem Vergleich machte der pensionierte Meisterkoch Franz Metzler die Schüler der 3b-Klasse der Neuen Mittelschule Gabelsbergerstraße auf die Lebensmittelverschwendung aufmerksam. Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider besuchte am 4. Juni gemeinsam mit Martin Baumann (Umwelttechnik und Abfallwirtschaft) die Schule, um Koch und Schülern beim Verwerten von Lebensmittelresten über die Schulter zu schauen.

„Es ist ein Wahnsinn, was heutzutage weggeschmissen wird“, so Metzler, der sich für einen sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln und deren restlose Verwertung einsetzt. Bei seinen Kursen lernen Schülerinnen und Schüler unter anderem, dass ein Pudding auch drei Wochen nach Ablaufen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch schmeckt und das richtige Einordnen der Lebensmittel im Kühlschrank.

„Es handelt sich hierbei um ein sehr wichtiges Projekt, um Jugendlichen den Wert und die Verwertbarkeit von Lebensmitteln zu zeigen, auch wenn diese scheinbar schon zum Wegwerfen wären“, so Vizebürgermeisterin Pitscheider.

Umweltbewusstsein von der Volksschule bis zur Neuen Mittelschule
Von 2007 bis 2011 wurde in allen Innsbrucker Volksschulen bereits das städtische Umwelt-Bildungsprogramm „Abfallberatung macht Schule“ durchgeführt. Dabei wurden Abfalltrenneinrichtungen aufgestellt und die SchülerInnen in erlebnisorientierten Unterrichtseinheiten von UmweltpädagogInnen und AbfallberaterInnen über Umweltthemen informiert. Für die Neuen Mittelschulen wurde dieses Projekt, das von Abfallberater Martin Baumann und dem städtischen Referat Umwelttechnik und Abfallwirtschaft koordiniert wird, nun ausgebaut. Mit Hilfe der neu entwickelten „Digitalen Tiroler Umwelt-Fibel“ können die Umweltthemen Abfall, Luft, Boden, Wasser, Lärm und Klima online in den Unterricht integriert werden. Ziel dieses Mediums ist es, sowohl Jugendliche als auch Erwachsene für eine umweltschonende und nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

Praktische Höhepunkte
Nachdem die SchülerInnen im Unterricht ihr Umweltbewusstsein mittels der „Digitalen Tiroler Umwelt-Fibel“ gefördert und ausgebaut haben, werden im Rahmen des Projekts und mit Unterstützung der Stadt Innsbruck zwei praxisbezogene Höhepunkte angeboten. Durch eine Exkursion zur Mechanischen Abfallsortieranlage im Ahrental und mit dem Restlkochen zur Lebensmittelabfallvermeidung mit dem engagierten Meisterkoch Franz Metzler, soll das theoretische Wissen der Kinder auch praktisch umgesetzt werden.

Ein preisgekrönter Koch
Seit 2011 unterstützt Franz Metzler das Projekt in den Neuen Mittelschulen, welches das Umweltbewusstsein der Kinder fördert und gleichzeitig verhindern soll, dass Lebensmittel im Müll landen. Für seine hervorragenden Leistungen auf dem Gebiet Umweltschutz erhält er am 5. Juli den Umweltpreis der Stadt Innsbruck.
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