Kompositionsstipendien der Stadt Innsbruck 2012

Kompositionsstipendien der Stadt Innsbruck 2012

Auszeichnungen für Johannes Sigl und Katharina Blassnigg

28.06.2012 (ER)

Zur Förderung zeitgenössischer Musik unterstützt die Stadt Innsbruck seit 2007 jährlich die Komposition von zeitgenössischen Werken Innsbrucker KomponistInnen. Dafür ist ein Beitrag von jährlich € 10.000 vorgesehen.

Die Fördersumme wird seit 2011 in ein Kompositions-, dotiert mit € 7.000, und ein Förderstipendium, dotiert mit € 3.000, unterteilt. Die unterschiedliche Ausrichtung soll gewährleisten, dass sowohl die Förderung von Werken größeren formalen Zusammenhangs etablierter KomponistInnen der heimischen Szene, als auch Kompositionen junger Talente ermöglicht wird.

In der Jurysitzung vom 15. Juni 2012 wurden Johannes Sigl für das Kompositions- und Katharina Blassnigg für das Förderstipendium ausgewählt. Am 28. Juni begrüßte Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gemeinsam mit Abteilungsleiterin Mag.a Birgit Neu (Gesellschaft, Kultur, Gesundheit und Sport) und Dr. Daniela Weiss-Schletterer (Referatsleiterin Kultur – Konzepte und Veranstaltungen, Jury-Sitzungsleitung) die beiden Stipendiaten.

„Diese Stipendien zu übergeben ist ein freudiger Anlass. Es ist schön, dass Sie sich beide so sehr engagieren und uns mit Ihren Werken bereichern“, so die Bürgermeisterin: „Manchmal sind Preise und Auszeichnungen ein Dank für Vergangenes, in Ihrem Fall aber drücken Sie die Vorfreude auf die Zukunft aus. Ich wünsche Ihnen beiden weiterhin viel Erfolg für Ihr Schaffen.“

Ein Signal der Wertschätzung an die heimische Kompositionsszene
Heimische Musikinstitutionen und Musikeinrichtungen, die im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig sind, werden vom Kulturamt der Stadt Innsbruck eingeladen, je einen Namensvorschlag pro Stipendium einzubringen.
Die eingebrachten Vorschläge werden anschließend der Fachjury zur Begutachtung vorgelegt, die über das alleinige Beschlussrecht verfügt.

Durch die aktive Einbindung ansässiger Musikinstitutionen und Musikeinrichtungen sollen rasche und qualitätsvolle Uraufführungen der Werke im Interesse der KomponistInnen sowie der Öffentlichkeit ermöglicht und die Nachhaltigkeit der Förderung garantiert werden.

Die Auswahl der geförderten Kompositionsaufträge erfolgt durch eine jährlich wechselnde, unabhängige Fachjury, deren Mitglieder aus den Bereichen Musikwissenschaft, Musikvermittlung und Komposition kommen. 2012 war diese besetzt mit Christoph Altstaedt (Chefdirigent Tiroler Symphonieorchester Innsbruck), Prof. Herbert Lauermann (Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien, Institut f. Komposition) und Mag.a Alexandra Lachmann (Tiroler Landeskonservatorium Innsbruck).

Die Stipendiaten 2012
Johannes Sigl (geb.1959, Innsbruck)
Sigl studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft und nahm Kontrabassunterricht in der Musikschule Innsbruck bei Josef Sorg. Er wirkte bei verschiedenen Produktionen und Ensembles mit, u.a. am Tiroler Landestheater, den Innsbrucker Kammerspiele, dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck oder auch dem Jazzorchester Tirol.

Johannes Sigl komponierte zahlreiche Werke für Orchester, Kammermusikensembles, Chor, Klavier, Musiktheater, Hörspiel und unterschiedliche Bandformationen. Aufgeführt wurden seine Kompositionen u.a. bei den Festspielen in Erl, vom Kammerorchester InnStrumenti und dem Kammerchor Innsbruck. In seiner Freizeit interessiert sich Sigl zudem für Zeitgeschichte und Verschwörungstheorien und widmet sich dem Heimwerken.

Katharina Blassnigg (geb. 1979, Kufstein)
Blassnigg studierte Musikwissenschaft und Italienisch an der Universität Salzburg. Unter anderem am Mozarteum Salzburg und am Innsbrucker Konservatorium studierte die 33-Jährige Gesang und Harfe. Zwischen 2000 und 2006 lehrte Sie an den Landesmusikschulen Stubaital, Söll, Wipptal und an der städtischen Musikschule Hall Harfe.

Ihre Konzerte kamen im In- und Ausland (Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien) zur Aufführung. Besonderes Highlight war ein Auftritt mit der Harfe beim Festival International des Cordes Pincées in Rabat, Marocco. Zurzeit arbeitet Katharina Blassnigg an ihrer Diplomarbeit für Musiktheorie, komponiert und widmet sich dem Harfen-Studium. Zu diesem Zweck hält sie sich abwechselnd in Wien, Klagenfurt und Tirol auf.

Bisherige StipendiatInnen
2011: Gunter Schneider, Marco Döttlinger (Förderstipendium)
2010: Ralph Schutti, Christian Reimeir
2009: Franz Baur, Franz Schreyer
2008: Manuela Kerer, Norbert Zehm
2007: Thomas Amann, Judith Unterpertinger

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