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Fahrradkurse für Senioren

Unabhängig und klimafreundlich mobil bis ins hohe Alter

13.06.2012 (Klimabündnis Tirol)

„Klimafreundlich mobil bis ins hohe Alter“ ist das Motto des Fahrradkurses für SeniorInnen, der von Klimabündnis Tirol und Ökoinstitut Südtirol in Zusammenarbeit mit der Stadt Innsbruck und der Sportunion Tirol derzeit am Innsbrucker Messeareal durchgeführt wird. Ab September soll das neue Angebot, das im Rahmen des Interreg-Projekts „Mobilität ohne Barrieren“ entwickelt wurde, auf ganz Tirol ausgeweitet werden. Ziel der Radfahrkurse ist die Förderung eines umweltfreundlichen Verkehrsverhaltens und mehr Unabhängigkeit in der Nahmobilität.

„Wer von Kindesbeinen an Rad fährt, kann sich die Ängste und Unsicherheiten der SeniorInnen, die lange nicht mehr oder noch nie Rad gefahren sind, gar nicht vorstellen. Doch die rund 15 SeniorInnen im Alter von 60 bis 88 Jahren haben in den vergangenen Wochen durch Fahr- und Gleichgewichtsübungen ihre Geschicklichkeit im Umgang mit dem Fahrrad schnell verbessert“, berichtet Anna Schwerzler, Geschäftsführerin von Klimabündnis Tirol.

Aufgrund der durchwegs positiven Erfahrungen werden die Kurse jetzt tirolweit angeboten. Mobilitätslandesrat LHStv Anton Steixner freut sich über diese Entwicklung: „Die Anzahl der SeniorInnen steigt in den nächsten Jahren weiter stark an. Bereits 2022 werden in Tirol laut Prognosen der Statistik Austria über 140.000 Menschen in unserem Land leben, die älter als 65 Jahre sind. Die Fahrradkurse aber auch die im Rahmen des Projekts durchgeführten Schulungen für Fahrkartenautomaten helfen, bestehende Barrieren und Unsicherheiten abzubauen. Dabei geht es nicht nur um klimafreundliche Mobilität, sondern auch um ein Stück Unabhängigkeit vom Auto“, merkt LHStv. Steixner auch in Hinblick auf die steigenden Spritpreise an.

Für die neue Innsbrucker Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider tragen die Fahrradworkshops dazu bei, dass der „bereits hohe Radverkehrsanteil in Innsbruck weiter steigen wird: Unser Ziel ist es, Mobilität für alle Menschen dieser Stadt zu sichern. Die Fahrradkurse fördern die bereits hohe Akzeptanz des klimafreundlichen Radverkehrs auch bei älteren MitbürgerInnen. Das ist für mich Auftrag, dass Radfahren in Innsbruck noch komfortabler und sicherer wird“, so die Mobilitätsstadträtin.

Univ.-Prof. Dr. Günther Mitterbauer, Präsident der Sportunion Tirol und Projektpartner bei den Radkursen, betont „den hohen Beitrag, den Radfahren zur Gesundheitsförderung im Seniorenalter leistet. Radfahren fördert die koordinativen Fähigkeiten und wirkt vorbeugend gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose oder auch Altersdepression.“ Die Sportunion Tirol stellt für die Radkurse in Innsbruck ausgebildete TrainerInnen zur Verfügung.

Die Radfahrkurse umfassen zehn Einheiten und werden im Rahmen des Projekts „Mobilität ohne Barrieren“ in Zusammenarbeit mit Gemeinden kostenlos angeboten. In den Einheiten werden mit einfachen Gleichgewichts-, Fahr- und Bremsübungen unter Aufsicht ausgebildeter TrainerInnen Grundtechniken des Radfahrens geübt und Kenntnisse über das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Gemeinsam werden auch kleinere Reparaturen durchgeführt sowie Tipps und Hinweisen zum Fahrradkauf und –verleih sowie die Möglichkeit zum Testen von elektrounterstützten Pedelecs gegeben.

Interreg-Projekt „Mobilität ohne Barrieren“
„Mobilität ohne Barrieren“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Klimabündnis Tirol, dem Ökoinstitut Südtirol/Alto Adige, dem Land Tirol und der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, kofinanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - Interreg IV A Italien Österreich sowie im Rahmen des Programms zur Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit Tirols 2007-2013.

Mit dem Interreg IV A-Projekt sollen Wissens- und Informationsdefizite sowie emotionale und soziale Barrieren zum öffentlichen Verkehr, zum Fuß- und Radverkehr abgebaut werden. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen Zielgruppen, die auf Nahverkehr und Nahmobilität besonders angewiesen sind wie SeniorInnen, Frauen mit Kindern und betreuungsbedürftigen Angehörigen sowie Frauen mit Migrationshintergrund. Dazu arbeiten die Projektpartner eng mit Gemeinden, Vereinen, ehrenamtlich Tätigen und den Verkehrsunternehmen zusammen.

Weitere aktuelle Initiativen im Rahmen des Projekts „Mobilität ohne Barrieren“ sind Radfahrkurse für Frauen mit Migrationshintergrund (Gemeinden, Sportunion und weitere lokale Vereine), „Senior mobil“ (ÖBB und ehrenamtliche SeniorInnen) sowie das Postbus-„Patenticket“ (ÖBB-Postbus und SeniorInnen).


Mehr unter:
www.mobilitaetohnebarrieren.at
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