Galerie im Andechshof: Sarah Kienpointner

Galerie im Andechshof: Sarah Kienpointner

Ausstellung „(Anfang fehlt)“ eröffnet

08.06.2012 (ER)

Vom 7. bis zum 24. Juni ist in der Galerie im Andechshof Sarah Kienpointners Ausstellung „(Anfang fehlt)“ zu sehen. Am 6. Juni wurde die Präsentation im feierlichen Rahmen von Kulturamts- und Galerieleiter Horst Burmann eröffnet. Die einführenden Worte sprach die freie Kunsthistorikerin Dr. Verena Konrad.

Humor in Fotos
Fotografie ist nicht nur das Instrumentarium der Tiroler Künstlerin Sarah Kienpointner, sie ist auch die Materie, um die ihre Arbeiten kreisen. Dabei zeigen sich nicht nur die Interessen und Schwerpunkte der Fotokünstlerin selbst, auch die groben Bedeutungsverschiebungen, denen sich die visuellen Medien im 21. Jahrhundert ausgesetzt sehen, werden offensichtlich. Mit medialem Gespür und Humor schlägt sich die Künstlerin ihren Weg durch eine Vielzahl an Archiven, Bilderfluten und Betitelungen.

In ihren Werken beschränkt sich Kienpointner nicht nur auf die Bildproduktion, auch die Post-Produktion reflektiert sie, indem sie zum Beispiel private Familienaufnahmen mit Fotos aus dem kommerziellen Repertoire gleichsetzt – nach dem Vorbild diverser Lifestyle-Magazine im kleinen Format. Die Fragen, die sie durch dieses Nebeneinander aufwirft, reichen von der Autorenschaft und Wertigkeit der Bilder bis zum Verhältnis von fotografischer Abbildung des Menschen und dem damit ursprünglich einhergehenden Identitätsbeweis.

In präzise veranschaulichten Transfers von einem Medium zum anderen streicht sie die ursprünglich in das Medium gesetzte Hoffnung, nichts dem Vergessen anheimfallen zu lassen, hervor. So zeigt im Besonderen die Arbeit „BAYWATSH - Teilw. Ohne TON“, die in der Ausstellung zu sehen sein wird, die ständige mediale Ablöse und die daraus resultierenden kulturellen und ökonomischen Kämpfe um Innovation des Sammlungsdranges des Menschen. Die orthografischen Unschärfen in den Beschriftungsgewohnheiten von VHS-Kassetten dieser Arbeit zeigen die amüsante Herangehensweise der Künstlerin, wenn es darum geht, den Menschen als nur scheinbar omnipotenten Schöpfer seiner gigantischen Bilderwelten zu entlarven.

Sarah Kienpointner wurde 1978 in Hall in Tirol geboren und studierte mit dem Schwerpunkt Fotografie und Kunst im öffentlichen Raum an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Matthias Hermann und Mona Hahn. Sie schloss 2011 ihr Studium mit Auszeichnung und dem Würdigungspreis der Akademie ab. Seither war sie Artist in Residence im Künstler*innenhaus Paliano und zeigt Ausstellungen in Wien, wo sie auch lebt und arbeitet.

Ausstellungsdauer:
7. bis 24. Juni
Mi. bis Fr. 15-19 Uhr, Sa. bis So. 15-18 Uhr
Galerie im Andechshof, Innrain 1, Altstadt

Die Künstlerin
Sarah Kienpointner wurde 1978 in Hall in Tirol geboren und studierte mit dem Schwerpunkt Fotografie und Kunst im öffentlichen Raum an der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Matthias Hermann und Mona Hahn. Sie schloss 2011 ihr Studium mit Auszeichnung und dem Würdigungspreis der Akademie ab. Seither war sie Artist in Residence im Künstler*innenhaus Paliano und zeigt Ausstellungen in Wien, wo sie auch lebt und arbeitet.

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