Innsbrucks Kindergartenkinder essen mit allen Sinn ...

Innsbrucks Kindergartenkinder essen mit allen Sinnen

Projekt "Schmatzi - essen mit allen Sinnen genießen"

27.01.2012 (ER)
In Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Tirol setzt die Stadt Innsbruck seit mittlerweile zehn Jahren das Projekt „Schmatzi – Essen mit allen Sinnen genießen“ in ihren Kindergärten um. Dadurch sollen das Wissen um landwirtschaftliche Themen und Zusammenhänge sowie das Bewusstsein für gesunde Ernährung im frühen Kindesalter gefördert werden. Im Mittelpunkt steht dabei das bewusste Wahrnehmen von frischen Lebensmitteln und regionalen Erzeugnissen.

Familienreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann überzeugte sich am 27. Jänner im Kindergarten Innerkoflerstraße gemeinsam mit der Vizepräsidentin der Tiroler Landwirtschaftskammer und Landesbäuerin Resi Schiffmann und Mag. Brigitte Berchtold (Leiterin Amt Kinder- und Jugendbetreuung) von der Umsetzung. „Ich bin davon überzeugt, dass das Projekt mit dazu beiträgt, dass unsere Kinder ein gesundes Essverhalten entwickeln“, betonte der Vizebürgermeister: „Die Kinder sind mit Begeisterung dabei.“

Die Tiroler Bäuerinnenorganisation ist Mitträgerin des Projektes. „Schmatzi“ sei für sie eine Herzensangelegenheit, wie Resi Schiffmann ausführte. „Unsere Bäuerinnen sind authentische Botschafterinnen regionaler Produkte. Es ist uns daher ein großes Anliegen, Wissen, Genuss sowie Ess- und Tischkultur an die Kinder weiterzugeben“, so die Landesbäuerin: „Schmatzi soll unseren Kindern zeigen, dass Lebensmittel ihren Namen zu Recht verdienen und woher sie kommen. Wir wollen ein Kontrastprogramm zur Fast Food-Kultur bieten sowie Ess- und Tischkultur zum fixen Lebensbestandteil machen.“

„Sowohl der gesundheitliche, als auch der soziale Aspekt werden durch dieses Projekt gefördert. Gesundes Kochen erfährt einen Aufschwung, was man auch daran erkennt, dass sowohl beim Ferienzug, als auch beim TeenXpress die Kochkurse immer ausgebucht sind“, erläuterte Brigitte Berchtold: „Bereits jetzt sind 13 der städtischen Kindergärten mit Freude am Projekt beteiligt.“ Ziel sei es, „Schmatzi“ flächendeckend in allen 27 Kindergärten und den zehn Schülerhorten der Stadt umzusetzen.

„Schmatzi“ auf Erfolgskurs
Das Konzept wurde vom Ländlichen Fortbildungsinstitut und der Landwirtschaftskammer Tirol entwickelt. Die Kinder erhalten Einblick in bäuerliche Lebens- und Arbeitswelten und erwerben zudem ein Verständnis für Zusammenhänge von Anbau, Ernte, Veredelung, Vertrieb und Verzehr.

Persönliche Geschmackserlebnisse spielen eine entscheidende Rolle für spätere – gesunde – Essgewohnheiten: Durch Tasten, Schmecken, Riechen, Sehen und Hören von frischen und ursprünglichen Lebensmitteln soll das kritische Urteilsvermögen von Kindern gefördert werden.

Tirol weit haben bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt rund 250 Kindergärten das Projekt umgesetzt.

Mappe und Materialkiste als fixer Bestandteil
Miteingebunden werden auch die Erziehungsberechtigten – speziell ausgearbeitete Unterlagen sollen die Initiativen und Aktivitäten zur Ernährungsbildung im familiären Kontext erleichtern und unterstützen.

Das Angebot von „Schmatzi“ reicht über die Ausstattung von Kindergärten und Schulen mit Informationen und Materialien zur Ernährungsbildung bis hin zu Elternabenden und Informationen zum lehrreichen und spielerischen Umgang mit dem Thema für zu Hause.

Die sogenannte „Schmatzi-Mappe“ beinhaltet fachliches Hintergrundwissen sowie methodisch-didaktische Vorschläge und Rezepte für die praktische Umsetzung im Kindergarten. Jeder Jahreszeit sind saisonale heimische Lebensmittel zugeordnet. Im Sinne handlungsorientierten Lernens stellt die „Schmatzi-Kiste“ eine Vielfalt an Materialien und Spielen zur Verfügung. Alles baut auf Sinnesschulung auf. Durch gezielte Übungen werden Auge, Nase, Ohren, Zunge und Hände spielerisch aktiviert.

Weitere Informationen im Internet unter www.schmatzi.at.
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