Schulische Betreuung für junge PatientInnen

Schulische Betreuung für junge PatientInnen

PädagogInnen lehren während des Klinikaufenthalts.

18.11.2011 (CM)

Damit PflichtschülerInnen auch während ihres Klinikaufenthalts nicht zu viel vom Lernstoff versäumen, bietet die Heilstättenschule Innsbruck schulische Betreuung in enger Absprache mit der jeweiligen Stammschule. Die Tilak stellt dabei die Räumlichkeiten und diverse andere Ressourcen zur Verfügung, Schulerhalterin ist die Stadt Innsbruck.
Am 18. November besuchte Kinder- und Jugend- bzw. Bildungsreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann gemeinsam mit Dr. Karin Zangerl (Leiterin Schulamt) und Bezirksschulinspektor Wolfgang Haslwanter die Heilstättenschule an der Innsbrucker Kinderklinik.

„Ich bin sehr beeindruckt, unter welchen Umständen und wie flexibel die Lehrerinnen und Lehrer in der Klinik ihre Arbeit verrichten“, so Vizebürgermeister Kaufmann. „Es ist mir wichtig, dass auch hier eine entsprechende schulische Betreuung angeboten wird und natürlich möchten wir als Schulerhalterin die Pädagoginnen und Pädagogen vor Ort umfassend unterstützen.“

Große Flexibilität in der Betreuung notwendig
Insgesamt 10 PädagogInnen sind auf den verschiedenen Stationen der Kinderklinik im Einsatz. Viele der Kinder, beispielsweise auf der Onkologie oder den Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, sind zwar längerfristige PatientInnen, dennoch erfordert die Arbeit an der Heilstättenschule viel Flexibilität.
So ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal unabdingbar, da der Arbeitsalltag präzise aufeinander abgestimmt werden muss. Die Tagesverfassung der Kinder ist oft nicht absehbar, darauf müssen Lehrpersonen bei der Gestaltung der Unterrichtsplanung Rücksicht nehmen. Ein Klassenunterricht im herkömmlichen Sinn findet dadurch nur in wenigen Fällen statt.

„Wir verstehen uns als das Bindeglied zur Herkunftsschule während des Klinikaufenthalts“, erläuterte Schulleiter Andreas Waidhofer. „Uns geht es neben der schulischen Förderung aber auch darum, die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte der Kinder zu den Mitschülerinnen und Mitschülern aufrecht zu erhalten.“

Das Engagement der PädagogInnen geht oft über den eigentlichen Unterricht hinaus: Die LehrerInnen der Heilstättenschule organisieren auch einen häuslichen Unterricht, denn häufig dürfen gerade die an Krebs erkrankten Kinder wegen der Infektionsgefahr ihre Stammschule über einen längeren Zeitraum hinweg nicht besuchen.

Weitere Informationen unter www.heilstaettenschule.schulweb.at

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