Stärken und Potentiale fördern: Pilotprojekt mit d ...

Stärken und Potentiale fördern

Pilotprojekt mit der Neuen Mittelschule Wilten.

17.12.2010 (AT)

Die Stärken und Kompetenzen jedes und jeder einzelnen SchülerIn zu erkennen und zu fördern und damit Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen: Das ist erklärtes Ziel eines neuen Projekts der Stadt Innsbruck gemeinsam mit dem Zukunftszentrum Tirol und der Pädagogischen Hochschule Tirol. Die InitiatorInnen Notburga Troger (Integrationsstelle Stadt Innsbruck), GF Dr.-Ing. Bjørn Ludwig (Zukunftszentrum) und Dir. Dr. Werner Mayr (PHT) stellten den dafür ausgewählten Schulklassen der Neuen Mittelschule Wilten das Projekt am 17. Dezember vor.

Inhalt und Ziele des Pilotprojekts
Für dieses Pilotprojekt wurde die „Kompetenzwerkstatt“, ein Projekt des Zukunftszentrums für Jugendliche ab 13 Jahren, auf die Bedürfnisse von 12-jährigen Schülerinnen und Schülern adaptiert. Die Kinder werden bis zur 4. Klasse von vier Coaches begleitet. Wichtig dabei sei stets das Ziel Hauptschulabschluss und dann die berufliche Orientierung, wie Notburga Troger erklärte: „In das Projekt werden auch Kooperationspartner eingebunden wie das AMS, die Wirtschaftskammer, weiter führende Schulen und Betriebe, die als Lehrstellen in Frage kommen.“

Der Ausgangspunkt der Überlegungen für das Pilotprojekt war es, rechtzeitig anzusetzen, was berufliche Perspektiven der SchülerInnen betreffe: „Viele Schüler wissen beispielsweise gar nicht, dass es über 180 Lehrberufe gibt – die meisten kennen nur acht bis zehn“, schilderte Troger die Lage. Langfristiges Ziel sei es, mit dem Projekt eine Struktur zu schaffen, die sich in die Bildungslandschaft einfüge.

Vier Coaches erarbeiten im Rahmen von 10 Workshops gemeinsam mit den SchülerInnen spielerisch und in Projektarbeiten deren Stärken und spezielle Neigungen: „Die Kinder lernen sich selbst und ihre Träume und Wünsche besser kennen,“ konkretisierte Trainer Bernhard Hungsberger. „Sie wissen dann auf Fragen wie ‚Was kann ich?’, ‚Was interessiert mich?’ und ‚Was möchte ich machen?’ gute Antworten – das motiviert und macht Spaß“.

Nach Feststellung der besonderen Begabungen und Kompetenzen werden die SchülerInnen freiwillig und kostenlos in wöchentlich zwei Stunden in ihren Stärken und den dazu gehörenden Hauptfächern mit einem speziellen Programm gefördert: „Sie sind eingeladen, konkret zu machen und auszuprobieren, sei es in Interviews, Filmprojekten oder handwerklichen Tätigkeiten“, so GF Ludwig.

Um den SchülerInnen das Vorhaben gleich bei der Auftaktveranstaltung greifbarer zu machen, errieten sie spielerisch anhand von Pantomime, Rollenspielen oder Zeichnungen verschiedene Stärken und Kompetenzen: Eigenschaften wie Konfliktlösung, Kontaktfreude, Kreativität und Überzeugungskraft standen hier bereits im Mittelpunkt.
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